| BAND
DCTB
Kim
Markus
Studio
FOTOS
Backstage DOA (11.07.09)
Live DOA (28.08.10)
Live TDP-Festival (Teil 2)
Live TDP-Festival (12.06.10)
Live DOA (11.07.09)
Live Sixtina (31.05.09)
Live Weißenburg (12.12.08)
Live Weißenburg (14.09.07)
Live Cottbus (27.07.07)
Bandfotos 2010
Bandfotos 2007
Bandfotos 2006
Bandfotos 2005
Bandfotos Elektrostadt
PRESSE
Rezensionen
/ Berichte
Interviews
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DEN.C.T.BUG
Im Dezember 2002 wurde die Zwei-Mann-Formation DEN.C.T.BUG
ins Leben gerufen.
Durch ihr Anderssein schafften sie es bereits auf
einige namhafte Sampler, ihr „Nachtzug“
poltert schon lange durch die Clubs und ihr „Straftäter“
zieht im Untergrund bereits seine Bahnen.
Ihre Musik klingt nach einer turbulenten Mischung
aus alten Stücken von VNV Nation, Suicide Commando
und Frozen Plasma. Dieser Soundcocktail vereint
sich mit einer kräftigen Stimme, die an Till
Lindemann (Rammstein) oder den Grafen (Unheilig)
erinnert.
Die Bandbreite der beiden Elekroniker reicht von
harmonischen Arrangements, bis hin zu rauen EBM-Brettern
und immer voran: das deutsche Wort.
DEN.C.T.BUG - eine Band, die fernab des Mainstream
ihr Dasein meistert und ein vielversprechender Tipp
für all diejenigen, die Lust auf Elektro aus
Deutschland haben. |
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Kim
Hoffmann
Funktionen:
Mikrofon, Produktion, Artwork
Textliche Einflüsse:
Goethe, Uhland, Storm, Rilke, Eichendorff
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Markus
Pawlikowski
Funktionen:
Tasten, Produktion, Mastering, WWW
Musikalische Einflüsse:
VNV Nation, Suicide Commando, Frozen Plasma |
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Studio
Macbook Pro 2,66 GHz Intel Core 2 Duo
Macbook Pro 2,2GHz
Powerbook G4 1,25GHz
Powermac G5 1,8GHz
Logic 8 Pro
Access Virus TI Desktop
TC Electronic Powercore Firewire, Compact, Elements
TC Helicon, VOICETONE create
M-Audio Keystation 64, Oxygen 8, Firewire Audiophile,
Keyrig 49
NI Battery3, Vokator
Motu Symphonic Instruments
Spectrasonics Atmosphere, Omnisphere
refx Vanguard
GForce ImpOscar
Tannoy Reveal
Roland HD-1
Millenium PD-1010 Mesh Head Pad
Millenium MPS-200 |
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DCTB
- 3. Dungeon Open Air (Backstage) |
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| DCTB
- Live auf dem 4. DOA (28.08.10) |
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| DCTB
- The Dark Place Festival (12.06.10) Teil 2 |
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| DCTB
- The Dark Place Festival (12.06.10) |
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| DCTB
- Live auf dem 3. Dungeon Open Air (10.07.09) |
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| DCTB
- Live in der Sixtina Leipzig (31.05.09) |
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| DCTB
- Live in Weißenburg (12.12.2008) |
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| DCTB
- Live in Weißenburg (14.09.2007) |
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DCTB
- Live in Cottbus (27.07.2007) |
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| Bandfotos
2007 |
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| Bandfotos
2005 |
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| Bandfotos
Elektrostadt |
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Rezensionen
/ Berichte
Orkus (Nr. 12/01 - Dezember 2008/Januar2009)
Sie laden ein zur Deutschstunde: DEN.C.T.BUG.
Das sind Kim Hoffmann und Markus Pawlikowski, zwei aus
dem mittelfränkischen Ansbach stammende Musiker,
die schon seit einiger Zeit Musik machen. Zuletzt haben
sie vor allem durch ihren Track Nachtzug, der auf vielen
Samplern vertreten war und auch in den Clubs für
einige Resonanz sorgte, auf sich aufmerksam gemacht. Nach
dem Album Format, das noch im Eigenvertrieb erschien,
wird mit Deutschstunde quasi ihr reguläres Debut
veröffentlicht. DEN.C.T.BUG zeigen sich sehr zufrieden
mit dem Ergebnis.
"Jetzt, nachdem der ganze Produktionstress von einem
abfällt und man die Reaktionen auf das Album beobachten
kann, verstehen wir plötzlich, warum wir zwei Jahre
seit dem letzten Album haben verstreichen lassen. Einige
Specials auf dieversen Internetradios, CD-Verkäufe
bis nach Kanada und selbst die digitale Präsenz bei
iTunes, amazon & Co. empfinden wir überraschend
und bestätigend zugleich. Es ist eine Mischung aus
Verwunderung und Begeisterung."
Sicherlich ist ihre Mischung aus sonorem Gesang à
la Rammstein und treibenden Electro à la VNV Nation
auch ein Garant für die stetig anwachsende Fangemeinde.
Der Name des Albums kommt daher auch nicht ganz von ungefähr:
"Wir machen deutschsprachigen Electro, und auf diesem
Album genau eine Stunde lang."
Die Inhalte indes sind wohl etwas gewöhnungsbedürftig.
So handelt beispielsweise Halbholz von einer Marionette.
"Unsere infantile Verängstigung über eine
hölzerne Marionette, die zum Leben erwachte und naiv
durch die Welt stolperte, diente uns dazu, ungeklärte
Vergangenheitsbewältigungen ein für alle Mal
den Flammen zum Fraß vorzuwerfen."
Und dann gibt es auch Hauser, das sich mite dem Schicksal
des Findelkindes Kaspar Hauser befasst.
"Die Geschichte von Kaspar Hauser erscheint uns so
schrechlich zeitnah und nciht etwa 175 Jahre alt. Der
Song steht für das Nichtvergessen solcher Geschichten,
als Synonym für Natascha Kampusch oder für diesen
Inzestfall in Amstetten und für die unzähligen
unbekannten Kinderseelen, die ein Verbrechen ertragen
mussten."
Daneben gibt es noch das leicht anrüchige Klavierlehrerin.
"Wir möchten uns darüber ausschweigen,
welche Details zu diesem Song führten oder auch,
wem von uns dies zuteilwurde, leben Markus und ich doch
glücklich in einer festen Beziehung mit unseren Frauen,
und jegliche Ausschmückung würde Grund zur Diskussion
geben."
Ihr Bekanntheitsgrad steigt, was die sympathischen Jungs
aber nicht beeindruckt.
"Des Öfteren hört man in der Fußgängerzone
es rufen: Hey, da drüben sind Kim und Markus von
DEN.C.T.BUG!, doch sind es wir selbst die da rufen und
auf uns aufmerksam machen. Nein, mal ernsthaft, wir bewegen
uns völlig normal durch die Straßen. Jeder
Groupie, der rufen sollte, ist von uns bezahlt worden.
Unsere Musik ist Lebensart, Ausgleich, Zufluchtsort und
Ausdruck zugleich. Hier sind wir uns auch einig: Wenn
wir mit unserer Leidenschaft, Hingabe und Spielfreude,
sprich: DEN.C.T.BUG andere damit erreichen, Spaß
zu haben, nachzudenken oder zum Tanzen bringen - kann
dann ein Hobby einem noch mehr schenken und zurückgeben?"
DARK SPY (6-2008)
DEN.C.T.BUG - eine Zwei-Mann-Formation, bestehend
aus Kim Hofmann (Mikrofon) und Markus Pawlikowski (Tasten).
Im Dezember 2002 liessen sie den ersten Ton aus dem DCTB-Stammhaus
erklingen und seitdem tüfteln die beiden Elektroniker
unnachlässig an ihrem digitalen Output. Durch ihr
Anderssein schafften sie es mittlerweile auf einige namhafte
Sampler, ihr "Nachtzug" poltert schon lange
durch die Clubs und ihr "Straftäter", von
ihrem neuen Album "Deutschstunde", zieht im
Untergrund bereits seine Bahnen. Ihre Musik klingt nach
einer turbulenten Mischung aus VNV Nation, Suicide Commando
und Frozen Plasma. Dieser Soundcocktail vereint sich mit
einer kräftigen Stimme, die an Till Lindemann (Rammstein)
und Joachim Witt erinnert. DCTB's Bandbreite reicht von
harmonischen Arrangements bis hin zu rauen EBM-Brettern.
Immer voran: das deutsche Wort, das einem mal geschrien
und mal geflüstert entgegenschallt. So ist der vorliegende
Song "Deutschstunde" ein glänzendes Beispiel
dafür, wie zeitgemäßer Electro aus Deutschland
klingen kann: Querverweise zur deutschen Lyrik, Augenzwinkereien
zur schwarzen Szene und nicht zuletzt die garantierte
Clubtauglichkeit. Hier setzt DCTB auf eingängige
Hooklines und treibende Bässe, die einem unablässig
in die Beine fahren. DEN.C.T.BUG - eine Band, die fernab
des Mainstream ihr Dasein meistert und ein vielversprechender
Tipp für all diejenigen, die Lust auf Elektro aus
Deutschland haben.
Sonic Seducer (Dezember 2006 / Januar 2007)
mit dem titel "nachtzug" fuhr das bayerische
duo im vergangen jahr schnurstracks auf platz 8 des leservotings
ein, es folgten verschiedene samplerbeiträge (unter
anderem auf "extreme jenseitshymnen 6") und
die wochenlange platzierung in den german electronic webcharts.
nun treten kim und markus, die ihren unkonventionellen,
extrem clubkompatiblen electro-pop mit markantem, häufig
witt-ähnlichem gesang weiter verfeinern konnten,
erneut an, und man darf gespannt sein, ob das härtere
"boogeymann" die erfolgsbilanz fortführen
kann.
Uselinks (27.07.06)
alleine der bandname klingt schon bedrohlich nach informatik
oder basic, jedenfalls nach irgendwas das mit computern
zu tun hat, dass diese dann hier zur klangerzeugung genutzt
werden verwundert da eigentlich nicht. und den beiden
soundtüftlern kim hoffmann und markus pawlikowski
gelingt es ein sehr sehr eigenständiges debüt
album vorzulegen. .die band existiert bereits seit 2002
und nach einigen samplerbeiträgen war es nun an der
zeit die bisherige musikalische bandgeschichte zu einem
album zusammenzufassen.
der sound pendelt zwischen synth-pop und ebm garniert
mit modernem futurepop. gewürzt wird das ganze mit
tiefer gehenden texten, die auch mal von goethe oder rilke
inspiriert sein können.
die texte sind der band auf jeden fall wichtig genug um
auf verzerrer zu verzichten und eher auf eine art sprechgesang
zurückzugreifen. dieser ist anfangs noch ein wenig
gewöhnungsbedürftig, erinnert ein wenig an rammstein
oder witt. leider zieht die band das über die albumlänge
hinweg durch und nach 4 bis 5 songs macht sich ein wenig
langeweile breit, für die in erster linie der "gesang"
verantwortlich ist, denn rein soundtechnisch kann das
duo vollauf punkten.
DEN.C.T.BUG liefern definitiv keine 08/15 kost und dürfte
vor allem experimentierfreudige musikliebhaber erfreuen.
aber achtung!, die beiden herren beanspruchen den hörer
für sich alleine, zum bügeln, kochen oder sonstigen
tätigkeiten eignet die "format" weniger.
durchaus eigenwillig geht man über die 10 tracks
zu werke. das diese eigenwilligkeit aber durchaus auch
erfolgreich sein zeigte erst kürzlich die 10 wöchige
platzierung in den gewc. sollte die band es jetzt noch
schaffen, ihre werke so zu gestalten das durch und durch
keine ermüdungserscheinungen auftreten dürfte
die zukunft rosig ausfallen.
Elektrauma (05.05.06)
x-cem ein label für verschiedene dark electro künstler,
die vorwiegend aus dem osten unseres landes kommen. oberhaupt
ist ein gewisser kai arnold, der unter den pseudonymen
sensogen oder wynardtage seine musikalischen ergüsse
zum besten gibt. er ist auch für die zusammenstellung
der "lost in darkness" samplerreihe verantwortlich,
die mit dem dritten anlauf immer bessere qualität
entwickelt. die auswahl der songs ist dieses mal mit einigen
sehr interessanten höhepunkten versehen, die es verdienen
würden, auch mal größere resonanz zu bekommen.
da wäre beispielsweise passend zur reihe der song
"lost in darkness" von la magra oder "outbreak"
von may-fly. manchmal geht es auch richtig hart zur sache,
wie bei mortal voids "words", das nahe am undefinierbaren
krach vorbeischrammt. die vielleicht interessantesten
songs, weil sie in ihrer struktur wirklich für die
tanzfläche mehr als geeignet sind, liefern sector:hate
mit "infernal lies" (von den gesanglichen schwächen
mal abgesehen) und DEN.C.T.BUG mit ihrem "nachtzug".
letztgenanntes projekt sage ich einfach mal einen den
der besten, weil unkonventionellsten clubhits voraus.
unter den noch unbekannten gruppen findet sich mit davantage
(mittlerweile schon ohne kay) auch ein bekannter name
auf dem sampler. im gegensatz zu den vorgängern wesentlich
ausgefeiltere auswahl.
Medienkonverter (18.04.06)
mit "format" legen die beiden soundtüftler
kim hoffmann und markus pawlikowski unter dem bedrohlich
nach informatik klingenden namen DEN.C.T.BUG ein außergewöhnliches
und sehr eigenständiges debüt-album vor. da
die beiden mit ihrer einige zeit zuvor veröffentlichten
fan-edition "elektrostadt" und etlichen sampler-beiträgen
(u.a. auf der kürzlich erschienenen lost in darkness-compilation
vol. 3) schnell auf eine begeisterte hörerschaft
gestoßen waren, wurde es zeit, ihre seit projektgründung
ende 2002 "gesammelten werke" zusammenzustellen
und ihre musik "offiziell" zu machen, allerdings
noch ohne plattenvertrag in der tasche.
der ausdruck "gesammelte werke" triftt den sachverhalt
vielleicht auch deshalb ganz gut, da kim und markus nicht
nur mit einem modernen electro-sound aufwarten, der zwischen
sanftem synth-pop, schnellem ebm und melodiösem future
pop angesiedelt sind, sondern auch viel wert auf eine
inhaltliche tiefe und vielschichtigkeit ihrer texte legen.
so dienen den beiden als inspirationsquelle nicht nur
ihre eigenen gedanken und erfahrungen, sondern auch texte
von eichendorff, rilke, goethe oder gar kästner.
auf anhieb fällt es einem vielleicht schwer sich
vorzustellen, wie eine solche musikalische ausrichtung
mit hohen textlichen ansprüchen funktionieren soll.
denn welchen sinn hätte es, mit viel liebe zur deutschen
sprache und geistiger tiefe verfasste texte derart verzerrt
in die welt hinauszuschreien, dass man sich später
kaum mehr als an ein paar worte erinnern kann? bleiben
also noch der klassisch melodiöse gesang in schönster
synth-pop-manier oder - wie bei DEN.C.T.BUG - das gesprochene
wort.
kim hoffmanns tiefe, sonore stimme mit dem prägnant
rollenden "r", die mal an witt, mal an rammstein
erinnert, erzählt mit einer monotonen, aber bedrückenden
intensität von gefühlen der isolation, den schattenseiten
des lebens, liebhabern, von der utopie einer "elektrostadt"
und der faszination einer reise mit dem nachtzug. sämtliche,
bisweilen sehr umfangreiche texte sind in versform mit
klangvollen reimen aufgebaut. der einsatz von refrains
macht sie eingängig und beraubt sie dennoch nicht
ihres anspruches. mit melodiösen synth-flächen
und mitunter auch kräftigen bässen unterlegt,
mausern sich die tracks, allen voran "nachtzug"
und "elektrostadt", schnell zu richtigen ohrwürmern,
die man im geiste, aber natürlich auch laut mitsprechen
kann. aufgeschlossene, experimentierfreudige djs, die
ihr publikum gerne mit neuem überraschen, dürften
diese beiden titel schnell zu schätzen wissen. weder
werfen die beiden musiker wie im electro-bereich inzwischen
fast zu einem "must" geworden mit voice-samples
um sich, noch hört man den DEN.C.T.BUG-stücken
ihre musikalischen ideengeber zu offensichtlich an. "format"
hat sprichwörtlich format und ist arbeit in eigener
sache, ohne kompromisse! allerdings läuft das album
mit sinen zehn songs - eigentlich sind es neun, da "give
me a reason" ein remix des gleichnamigen endanger-songs
ist - womöglich auch ein wenig gefahr, auf die dauer
etwas eintönig zu wirken. da kim hoffmann seinen
sprechgesang nur wenig variiert, könnte das bald
ein wenig anstrengend wirken - lediglich "treibhauseffekt"
und im grunde auch das mystisch gehauchte "sonnensegel"
sind als reines "instrumental" aufgenommen und
lockern die titelfolge etwas auf.
alles in allem ist "format" aber ein gelungenes,
stimmiges und sauber produziertes album geworden, das
den geist und anspruch seiner macher wiederspiegelt. im
schön gestalteten, in kühlen blautönen
gehaltenen falt-booklet sind sämtliche selbstverfassten
song-texte zu finden, die rückseite ziert ein geschmackvoll
designtes poster.
mehr über DEN.C.T.BUG erfahrt ihr auf deren homepage,
über die auch "format" zu beziehen ist.
wer ein offenes ohr für deutschsprachigen und unkonventionellen
electro hat, wird das album mögen! und vielleicht
signalisiert den beiden ja schon bald ein ambitioniertes
label interesse an einem plattenvertrag? wir drücken
die daumen!
Gothic Magazine No. 52
im dezember 2002 wurde die zwei-mann-formation DEN.C.T.BUG
ins leben gerufen. zuerst gab es irritationen, da solch
deutschsprachiger synthiepop zuweilen eher selten zu hören
war. dennoch: die reaktionen auf das debut waren durchweg
positiv - für kim (mikrofon) und markus (tasten)
anlass genug weiterzumachen.
mittlerweile erfreuen sich ihre anhänger an der selbstproduzierten
fan-edition "elektrostadt" und dem 2006er album
"format", mit gesammelten stücken von melodischem
synthiepop bis hin zu treibenden ebm-beats, allesamt sehr
gut produziert. auf der aktuellen "gothic compilation
32" könnt ihr euch schon einmal selbst einen
eindruck über den sound verschaffen; in unserer nächsten
ausgabe gibt's dann ein ausführliches interview.
bestellmöglichkeit der cd "format" und
weitere infos bekommt ihr derzeit unter www.denctbug.de
Sonic Seducer (Dezember 2005 / Januar 2006)
markante stimme á la witt meets and one-beats:
mit "nachtzug" liefert das zwei-mann-projekt
den.c.t.bug alias kim (voc) und markus (keys) hochkarätigen
synthie-pop mit extrem tanzbaren ebm-strecken ab. kein
zweifel: gekonnt abwechslungsreich und mit hohem tanzflächenpotential!
Interviews
Gothic Magazine No. 54
Eigeninterpretationen ausdrücklich erwünscht
Im undurchdringlichen Dschungel der Newcomer-Bands hat
man es mit Sicherheit nicht einfach und gerade dann nicht,
wenn man sich an etwas versucht, was nicht dem derzeit
so angesagten Electro-Mainstream entspricht. Synthipop
mit deutschen Texten, intelligent, nachdenklich und mit
jeder Menge Interpretationsfreiräumen für den
Hörer, sind die Schlagworte, mit welchen sich die
Musik des süddeutschen Duos DEN.C.T.BUG beschreiben
lässt. Über Ihre Inspirationen, die Entscheidung
für Texte in ihrer Muttersprache sowie die Erfahrungen,
die sie bei ihrem ersten Live-Auftritt sammelten, standen
uns Kim G. Hoffmann und Markus Pawlikowski im Interview
Rede und Antwort.
Als allererstes ist mir Euer etwas „ausgefallener“
Bandname ins Auge gefallen. Wie seid Ihr auf diesen gekommen
und wofür steht er?
Markus: Bei der Frage lasse ich lieber gleich den kreativen
Namensgeber zu Wort kommen.
Kim: Bei der Namensfindung waren uns drei Kriterien besonders
wichtig: er muss frei sein von herkömmlichen Konnotationen,
das Musikgenre beinhalten und zu guter letzt sollte er
rhythmisch in seiner Phonetik klingen. Es lief also auf
eine konstruierte Wortneuschöpfung hinaus.
Wir hatten zu Beginn unserer Schaffensphase enorme Probleme
alleine das Keyboard mittels USB-Midi-Interface am Rechner
anzuschließen und auch sonst bekamen wir Fehlermeldungen
am Laufenden Band. Da waren wir uns schnell einig, dass
diese "BUG’s" Bestandteil unseres Namens
sein sollten.
Während des Studiums belegte ich ein Semester lang
das Fach Japanisch. Dort nennt man ein USB-Kabel im weitesten
Sinne "densen". Frei könnte es auch als
Stromkabel übersetzt werden.
Nimmt man nun "densen" und schlägt im Englischwörterbuch
nach, findet man als Nächststehendes "density",
was soviel wie die Dichtigkeit des Nebels beschreibt.
Dichter Nebel wiederum assoziiere ich mit Unheimlichem
und Undurchsichtigem, wie man auch unsere Musik verstehen
könnte. Das weitaus spannendere an „density“
war die Phonetik, da die Schluss-Silbe "-sity"
auch als "Stadt" missverstanden werden kann.
Da wir zu dieser Zeit an der "Elektrostadt"
arbeiteten, wurde aus "-sity", die englisch
auszusprechenden Initialen "C" und "T".
Unser Bandname ist somit zum Einen freie Interpretationsfläche,
zum Anderen eine leere Worthülse, die jeder selbst
mit den Eindrücken unsrer Musik füllen kann.
Man hört auf Eurer LP „Format“ (also
der mir vorliegenden DJ-Promo) vor allen Dingen diverse
Versionen der einzelnen Songs, die – logisch für
eine DJ-Promo – ausschließlich auf Tanzflächentauglichkeit
getrimmt sind. Ist davon auszugehen, dass die Originale
eher minimaler gehalten sind, also mehr zum hören
ganz in Ruhe bestimmt und den Hörer zum Nachdenken
anregen sollen?
Markus: Die Songs für die DJ-Promo wählten wir
natürlich hinsichtlich der Tanzbarkeit aus, wobei,
bis auf den Boogeymann in der Trott-Version, alle Tracks
auch so auf unserem Album sind. Unser Ziel war es, ein
abwechslungsreiches Album zu produzieren und das ist uns
auch mit dem „Format“ gelungen.
Kim: Ja, die DJ-Promo-Songauswahl ist sehr wohl repräsentativ
für uns. Flächiger Synthisound mit eingehenden
Hooklines, treibender, tanzbarer Beat und deutsche Texte.
Inhaltlich finden wir es spannend, bekannte Begebenheiten,
Gefühle, Textzeilen, oder wie beim Boogeymann, einen
bekannter Kinderreim in ein neues Licht zu rücken.
Bei den neuen Songs versuchen wir auch wieder eine gewisse
Bandbreite zu bieten. Zum Einen gibt’s absolut tanzbare
Stücke und zum Anderen wollen wir dem Hörer
die Möglichkeit bieten, DEN.C.T.BUG eben auch im
Stillen zu genießen. Zumal wir mit unseren Texten
keine eindeutige Richtung einschlagen und somit genügend
Platz lassen, für die eigene Interpretation des Hörers.
Ich liebe die Vorstellung, dass manche Leute mit den Texten
plötzlich eigene Bilder bekommen, die für sie
stimmig zur Musik stehen. Sich dann mit diesen Menschen
und deren Impressionen auseinander zu setzen ist äußerst
aufregend.
Man kann heraushören, dass sich die Texte Eurer Songs
wie beispielsweise „Elektrostadt“ oder auch
das Instrumental „Treibhauseffekt“ lässt
es vermuten, um gewisse Zukunftsvisionen drehen. Wo findet
Ihr generell Eure Inspirationen zum Schreiben der Texte
und der Musik?
Markus: Als „Taste“ kann ich jetzt nur für
den musikalischen Teil sprechen. Grundsätzlich kann
ich sagen, dass mich zum Einen Musikhören inspiriert
– egal welche Richtung, und zum Anderen der Kim,
wenn er mit neuen Song-Ideen und oft schon ersten Textphrasen
kommt. Ich bekomme dann gleich ein Bild von dem, was wir
mit dem Song aussagen möchten und das gilt es dann
musikalisch umzusetzen.
Kim: Die Inspiration ist wie ein Heckenschütze, überall
kann sie versteckt sein, und darum trage ich immer ein
kleines Ideenbuch mit mir rum. Wann immer eine Idee kommt,
wird sie sogleich notiert. Einmal sind es Fiktionen, wie
die Suche nach einer "Elektrostadt" oder die
beklemmende Auswirkung hoffnungsloser Isolation des gleichnamigen
Songs. Dann wiederum sind es tiefe Gefühle wie die
Gier geliebt zu werden, die unerfüllte Liebe und
deren ausufernde Obsession, beispielsweise beim "Liebhaber"
oder der Wunsch nach Leben, wie bei der "Zeitsucht".
Oder auch Gespräche führen mich zu Texten. Eine
mir sehr nahe stehende Person erkrankte einst an Krebs.
Die "Zeitsucht" beschreibt die Wunschwelt dieser
Person, die mit dieser Diagnose in jungen Jahren konfrontiert
wurde und sich damit abfinden musste.
Meine Textideen kommen aber auch ganz spontan. Der "Nachtzug"
entstand beispielsweiße um halb vier nachts. Ich
stand auf dem Balkon meiner damaligen Wohnung und konnte
in der Entfernung einen vorbeifahrenden Güterzug
hören. Das einzig Sichtbare an ihm waren die Scheinwerfer
der Lokomotive. Das monotone Geräusch des sich entfernenden
Zuges brachte mich eben zu jenen Textzeilen.
Die Texte sind ausschließlich in deutscher Sprache
verfasst. Welcher Grund steckt dahinter?
Kim: Am Anfang stellten wir uns zu recht die Frage, wo
wir uns positionieren wollen bzw. wie DEN.C.T.BUG sprichwörtlich
zu verstehen sei, doch uns war schnell klar, dass wir
unsere Texte in Deutsch halten wollen.
Uns war auch bewusst, dass es der deutschsprachige Synthipop
gegenüber dem Electro-Mainstream eher schwer hat,
aber genau deshalb entschieden wir uns für die Muttersprache.
Ich muss auch zugeben, dass es mir leichter fällt
auf deutsch Texte zu schreiben als auf englisch, und darüber
hinaus erfährt unser Zusatz: "Elektro aus Deutschland"
somit auch seine linguistische Berechtigung.
Gibt es musikalische Vorbilder, bzw. Künstler oder
Bands mit denen Ihr gern einmal an einem gemeinsamen Studio-Projekt
arbeiten oder auf der Bühne stehen würdet?
Markus: Klar gibt es Vorbilder. Bei uns sind das Bands
wie VNV Nation, Frozen Plasma, Covenant und And One, um
nur ein paar zu nennen. Wir würden uns auch riesig
freuen, wenn sich irgendwann mal die Chance eines gemeinsamen
Studio-Projekts oder einer gemeinsamen Tour ergeben würde.
Kim: Die ersten gemeinsamen Studio-Projekte, wenn man
die Remix-Arbeiten als solche verstehen kann, haben wir
bereits genossen – wenn auch nur im kleinen Stil.
Neben dem Spaßfaktor Musikkollegen wie Strafbomber,
Exilanation oder Endanger zu remixen, ist es immer auch
ein Lernfaktor. Wie bauen sie ihre Songs auf? Gibt es
Spannungsbögen? Wie können wir dem Ganzen unser
DEN.C.T.BUG-Kleidchen drüberziehen? Oder die Gegenfrage,
wenn wir geremixt werden: Wie interpretieren sie unseren
Song? Welche Ansätze kommen neu hinzu?
Aus solchen Projekten kann man nur lernen und ich empfinde
es als gegenseitige "Befruchtung" hinsichtlich
der Inspiration.
Bei den Erfolgen, die Ihr in Form von diversen Samplerbeiträgen,
wochenlangen Platzierungen in den TOP 10 der GEWC und
lobenden Pressestimmen verzeichnen konntet, ist es eigentlich
fast unglaublich, dass Ihr noch Label-Los seid. Gibt es
dahingehend mittlerweile vielleicht schon etwas Positives
zu vermelden?
Markus: Wir sind am Jahresanfang mal in die Offensive
gegangen und haben einige Labels angeschrieben, bis dato
leider ohne Erfolg. Das macht uns nicht weiter traurig,
da wir trotzdem schon einige Erfolge einfahren konnten.
Dennoch möchten wir allen Label-Bossen klar zu verstehen
geben: Wir sind noch zu haben :)
Euren ersten Live-Auftritt hattet Ihr im April dieses
Jahres. Wie kam dieser beim Publikum an und habt Ihr schon
weitere Konzerte in nächster Zeit geplant?
Markus: Wir hatten das Glück, das dies ein kleines
Konzert mit richtigem Club-Charakter war. Somit haben
wir die Reaktionen des Publikums direkt und hautnah mitbekommen
– ein echt überwältigendes Gefühl.
Ein besonderes Anliegen war und ist uns, dass die Live-Versionen
immer ein bisschen anders sind als die Album-Versionen.
Somit ist ein DEN.C.T.BUG-Konzert immer ein besonderes
Erlebnis, und gerade das hat unser Publikum geschätzt.
Für das diesjährige Line-Up beim WGT haben wir
uns auch beworben, doch als Newcomer ohne Unterstützung
hat man es sehr schwer. Da schließt sich dann auch
wieder der Kreis zu deiner vorherigen Frage. Bin mir ziemlich
sicher, dass da die Label für ihre Bands mehr bewirken
können.
Für die nächste Zeit haben wir nichts geplant,
wobei wir für Anfragen jederzeit bereit stehen.
Radio Lora (Juli 2006)
>> anhören
Schwarzeseele.com (Juli 2006)
wie und wo seid ihr aufgewachsen?
wir wuchsen in einer kleinen mittelfränkischen beamtenstadt
auf, wohlbehütet im kreise der familien :)
was habt ihr vor der musik gemacht?
die musik hatte schon immer einen hohen stellenwert bei
uns, und so erfreuten wir uns u.a. beim abtanzen in den
clubs.
und ward ihr schon an anderen musikprojekten beteiligt?
nein, DEN.C.T.BUG (DCTB) ist unser erstes musikprojekt.
wie seid ihr zur musik gekommen?
markus wurde früher von seiten der eltern zum orgelunterricht
genötigt (markus: hier möchte ich meinen eltern
nochmal ausdrücklich dafür danken!) und ich
mimte den dj auf der ein oder anderen party.
erst mit der spontanen idee, binnen einen jahres ein synthi-pop-stück
zu schreiben und zu produzieren, auf das auch noch im
club getanzt werden sollte, kamen wir zum projekt DCTB.
zu beginn stießen wir unentwegt auf probleme, da
wir bei null anfingen. den "alten" roland-synthesizer
von markus an den rechner anzuschließen stellte
damals eine schier unüberwindbare hürde dar.
nach kurzer zeit war uns bewusst geworden, dass für
die musikalische umsetzung unserer ideen das equipment
nicht ausreichend war. so wurde ordentlich in hard- und
software investiert, damit DCTB eben wie DCTB klingt.
nicht nur die deutschsprachigen texte, sondern auch die
abwechslungsreichen arrangements geben unserem output
den unverwechselbaren sound. denke, das sieht markus genauso
(markus: ja!)
wo seht ihr euch in der zukunft?
wir haben eigentlich zwei große dinge vor augen:
bei einem label unter vertrag zu kommen und vor allem
weitere live-auftritte. hierzu sind verschiedenste festivals
unsere anlaufstellen. nach der ersten live-erfahrung bemerkten
wir schnell, dass wir mehr davon haben wollen. es ist
einfach ein ergreifender moment, die reaktion des publikums
auf ein stück 1:1 zu erleben. da weiß man plötzlich,
dass sich die vielen stunden im studio gelohnt hatten,
zumal wir live unsere stücke auch ein stückweit
anders interpretieren. dies ist abwechslung für die
hörerschaft, die uns nur vom album her kennen.
des weiteren sehn wir uns in gegenseitigen remix-arbeiten
mit einigen anderen bands. es überrascht uns immer
wieder, was für neue impulse sich bei einer zusammenarbeit,
wie etwa mit strafbomber, ergeben und wie die kollegen
das eigene stück neu interpretiert.
welche musik hört ihr so und habt ihr vorbilder?
sicher holen wir uns inspirationen von den "großen"
:) dennoch wollen wir unser eigenes süppchen kochen.
in unseren cd-regalen findet man alben von "and one",
"frozen plasma", "vnv nation", "covenant",
"icon of coil" und "suicide commando"
wie auch weitere aus dem synthi-pop- und ebm-bereichen.
gibt es eine vorgeschichte zu DEN.C.T.BUG?
vorgeschichte? nicht mehr als die, dass zwei herren, die
schon lange befreundet waren, plötzlich den entschluß
fassten, gemeinsam einmal ein tanzbares lied zu produzieren.
das damalige stück hieß "diesmal.sidney"
und stellt den vorläufer zum "liebhaber"
dar. besagtes erstlingswerk liegt aber in den tiefen annalen
unsres archivs und wird wohl auch für immer dort
bleiben. die ersten gehversuche sind bekanntlich etwas
wackelig :)
dass nun cd-anfragen von japan bis u.s.a. bei uns eintreffen,
hätten wir uns vor dreieinhalb jahren nicht zu träumen
getraut.
macht ihr außer musik noch was anderes?
bedauerlicherweise vermag uns DCTB in keinster weise finanziell
zu unterhalten. wir haben normale berufe: markus' betriebswirtschaftlicher;
ich grafischer art.
und zum abschluss noch eine frage: können wir in
der zukunft noch mehr interessante stücke erwarten
und ist schon was in planung?
ja, wir nennen unsere noch offenen stücke "baustellen".
davon stehen einige in der warteschlange. einige sind
schon unter dach und fach. sie warten lediglich nur noch
auf unsere nächste veröffentlichung :) denke,
es ist nicht zu viel verraten, wenn wir sagen: es gibt
eine grätsche von baladenhaftem synthi-pop bis hinüber
zu rumpelnden ebm-beats. soviel zum momentanen baustellen-gebiet.
uns taugen sie jetzt schon :)
ich wünsche DEN.C.T.BUG den erfolg den sie auf ultra-dark-radio
feiern aber im ganz grossen möge das in erfüllung
gehen was ihr euch wünscht und meine stimme gehört
euch bei den gewc charts. |
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